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Erwerbsminderungsrente

Wer aufgrund von Krankheit nicht mehr in der Lage ist zu arbeiten, kann eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit beantragen. Die Erwerbsminderungsrente kann als teilweise oder volle Erwerbsminderungsrente gezahlt werden und das bisher erzielte Einkommen ergänzen oder ersetzen. ( § 435 SGB III ).

Es müssen jedoch folgende Voraussetzungen gegeben sein:

 

  • Sie haben die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht.

  • Ihre Gesundheit kann durch eine medizinische REHA nicht wieder hergestellt werden.

  • Sie können nur noch weniger als 6 Stunden täglich arbeiten.

  • Sie sind seit mindestens 5 Jahren rentenversichert.

 

Eine Erwerbsminderung wird anhand ärztlicher Berichte und Gutachten geprüft. Bevor eine Erwerbsminderungsrente gezahlt wird, erhalten sie 6 Wochen Entgeltfortzahlung und danach Krankengeld.

Bei einer gering ausfallenden Erwerbsminderungsrente haben sie die Möglichkeit, bis zu 450 € dazu zu verdienen. Sollten sie mehr als 450,00 Euro verdienen, gelten die individuell errechneten Hinzuverdienstgrenzen, deren Berechnung § 96a SGB VI vorgibt. Sie können aber auch Leistungen aus der Grundsicherung erhalten (§§ 41 ff. SGB XII). Diese finanzielle Hilfe wird nur auf Antrag gewährt. Den Antrag können sie bei den Grundsicherungsämtern, aber auch bei den Rentenversicherungsträgern stellen. Ob und  in welcher Höhe Grundsicherung gewährt wird, hängt vom eigenen Einkommen und Vermögen sowie dem des Ehepartners bzw. eingetragenen Lebenspartners ab.

Renten wegen Erwerbsminderung werden grundsätzlich befristet gewährt, maximal bis zu drei Jahre nach Rentenbeginn (gemäß § 102 Abs. 2 SGB VI ). Falls eine Besserung des Leistungsvermögens unwahrscheinlich ist, kann die Rente auf Dauer bis zum Beginn der Regelaltersrente gewährt werden.